Neue deutsche Medienmacher*innen gegen Hass im Netz

Die Neuen deutschen Medienmacher*innen übernahmen das No Hate Speech Movement Deutschland (NHSM) im Jahr 2016 als Projektträger:innen, um das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Hass im Netz zu stärken. Das NHSM hat sich durch seine Arbeit zum zentralen Player im Bereich Hass im Netz entwickelt und wird seit 2016 durch das Bundesprogramm Demokratie leben! gefördert.

Was machen wir?

Besonders betroffen von Hass und Hetze im Netz sind Medienschaffende: So konzentriert sich unsere Projektarbeit schon seit 2017 auf die Schulung und Training von Medienschaffenden zum Umgang mit Hass im Netz. Workshops in großen Medienhäusern für regionale und überregionale Presse, ein Leitfaden zum Umgang mit Hass im Netz und ein Online-Helpdesk sind nur einige der Maßnahmen, die wir umgesetzt haben. Alle Tools werden laufend aktualisiert und versorgen Medienschaffende und andere von Hass im Netz Betroffene mit Informationen, Anlaufstellen und konkreten Hilfen im Shitstorm. Zudem haben wir ein Notfall-Kit für Journalist:innen in akuten Bedrohungslagen entwickelt.

Ein breites Bündnis

Bis 2022 setzen wir unsere Arbeit im Rahmen des Demokratie leben!-Programms fort: Wir nutzen unser breites Netzwerk, um Akteur:innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Kampf gegen Hass im Netz zusammenzubringen – und so gemeinsam zu Ergebnissen und Lösungen zu kommen, wie wir Hate Speech nachhaltig bekämpfen können.

Gefördert durch Demokratie leben!, verschiedene Stiftungen wie die FAZIT- und die ZEIT-Stiftung sowie Twitter, sind wir schon mittendrin in unserer Arbeit für die Projektphase 2020 bis 2022. Unser Ziel: Strukturen zu schaffen, die Menschen im Kampf gegen Hate Speech empowern. Dazu müssen alle Ebenen zusammenarbeiten: Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Deswegen etablieren wir das No Hate Speech Movement als Plattform, die die verschiedenen Akteur:innen zusammenbringt, zum Beispiel in unserem Nationalen Komitee.

Das No Hate Speech Movement in ganz Europa

Wir engagieren uns auch international: Mit dem Europarat und Partnerorganisationen aus Belgien, Italien und Rumänien haben wir das gemeinsame Projekt “WE CAN for Human Rights Speech” gestartet. Hate Speech kennt keine Grenzen – wir auch nicht.

Gemeinsam mit unseren europäischen Partner:innen entwickelt das NHSM Gegenrede-Kampagnen für Aktivist:innen, zivilgesellschaftliche Organisationen und für behördliche Stellen – um diesen Kommunikationsstrategien und Best-Practice-Vorlagen an die Hand zu geben, an denen sie sich beim Umgang mit Hassrede orientieren können. Das No Hate Speech Movement stellt außerdem Hate Speech Notfall-Kits für betroffene Journalist:innen und Aktivist:innen bereit und schult gemeinsam mit der Landesanstalt für Medien NRW Trainer:innen für den Umgang mit Hass im Netz. Unsere Maßnahmen orientieren sich alle an unserem übergeordneten Ziel: Empowerment gegen Hassrede.

Und sonst so?

Seit 2020 entwickeln wir Strategien zum Umgang mit Hass im Netz – und bereiten diese für Euch auf, unter anderem in unserem umfassenden und praktikablen Webtool, dem Helpdesk, oder live und in Farbe, ganz analog, im Leitfaden für Medienschaffende zum Umgang mit Hass im Netz.

Außerdem haben wir Train the Trainer-Seminare für Medienschaffende in petto, bieten aber auch Seminare für Initiativen und all diejenigen an, die für Menschenrechte und Vielfalt im Netz aktiv werden wollen. Gerne unterstützen wir Euch auch mit Kampagnenmaterial, darunter Buttons, Postkarten, Flyer und Luftballons.

Interessiert an einem Seminar oder Materialien? Dann schreibt uns eine Nachricht an info@no-hate-speech.de.

Übrigens: Unser No Hate Speech Projekt wurde in den letzten Jahren auch ausgezeichnet:

2020: Deutscher Nationalpreis
2017: Pädagogischer Medienpreis in der Kategorie Website für Jugendliche

 

 

Hardfacts

Titel

No Hate Speech 2020 – 2022: Die Würde des Menschen ist unhassbar

Laufzeit

01.01.2020 – 31.12.2022

Gefördert von
Team

Konstantina Vassiliou-Enz, Sina Laubenstein, Gilda Sahebi

Ko-Förderung

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