Die Ahnengalerie soll nicht über Teilhabe bestimmen

Es gibt immer mehr Initiativen in Deutschland, die klarstellen wollen, dass die Ahnengalerie nicht darüber bestimmen darf, ob jemand in Deutschland dazugehört oder nicht. Darunter finden sich junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte, die sich gegen Rassismus und für gerechte Teilhabechancen für alle engagieren.

Anfang 2015 organisierten die Neuen deutschen Medienmacher:innen ein Treffen, um solche Initiativen aus ganz Deutschland zusammenzubringen und erstmalig zu vernetzen: der erste Bundeskongress der Neuen Deutschen Organisationen.

Eine postmigrantische Offensive

Inzwischen schreiben sich die “neuen deutschen organisationen” klein, haben einen eigenständigen Trägerverein und eine Geschäftsstelle gegründet und sind eine postmigrantische Offensive geworden.

Die ndo sind ein bundesweites Netzwerk aus rund 120 Vereinen, Organisationen und Projekten. Ihre Mitglieder sind Nachkommen von Arbeitsmigrant:innen und Geflüchteten, Sinti*ze und Rom*nja, afrodiasporische Menschen, jüdische, muslimische und viele andere dialogsuchende Engagierte. Manche bezeichnen sich als Person of Color oder Schwarz (BPoC), als Bindestrich-Deutsche oder eben anders.

Mehr Sichtbarkeit und Chancengerechtigkeit

Die Geschäftsstelle und der Trägerverein bündeln die Interessen der Netzwerk-Organisationen und engagierten BPoCs, als da wären: mehr Sichtbarkeit, Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Dafür bringen sie sich in Debatten ein, bieten einen Expert:innenpool, machen Veranstaltungen und verfassen Positionspapiere. Mehr Informationen zu den Neue deutsche Organisationen (NdO) und ihren Zielen gibt es hier.