Welcher Außerirdische ist kriminell?
Newsletter vom 18. Dezember 2025
Heute geben wir Euch ein kleines Geschenk zum Abschluss des Jahres: den Mitglieder-Newsletter kostenfrei. Wir wollen Euch einen kleinen Vorgeschmack darauf geben, wie es wäre, bei uns Mitglied zu sein.
Als Mitglied
- kriegt Ihr die einzigartige Möglichkeit, die Neuen deutschen Medienmacher*innen ganz aktiv mitzugestalten.
- könnt Ihr euch mit Menschen vernetzen, die sich leidenschaftlich für den Journalismus einsetzen.
- seid diejenigen, die konstruktive Medienkritik in Deutschland nachhaltig finanzieren, und vieles mehr.
Wieso brauchen wir Dich als Mitglied? Stand Dezember 2025 sieht es so bei uns aus: viele wichtige Projekte fallen weg, und wichtige Stellen, die wir wirklich brauchen (wie eine Person, die mit uns Fundraising und Strategie mitdenkt) können wir nicht mehr finanzieren. Für einige unserer Ideen haben wir leider auch keine Finanzierung erhalten. Wir sind auch, mit Blick auf die bevorstehenden Bundestagswahlen (ja, sie sind sind “erst” 2029, aber wie schnell ist 2025 rum?), sehr besorgt um die Zivilgesellschaft.
Deswegen: Wir wollen stark bleiben. Mit Deinem jährlichen Mitgliedsbeitrag (24€ ermäßigt/48€) stärkst Du unsere Arbeit langfristig. Wir halten unsere jährlichen Mitgliedsbeiträge bewusst niedrig, um Zugang für alle zu ermöglichen. Gerne kannst du uns auch mit mehr unterstützen.
Im Gegenzug bekommt Ihr unter anderem Newsletter wie den von heute, mit handkuratierten Ausschreibungen für Eure Karriere und Veranstaltungshinweise, bei denen wir denken, dass es eine Bereicherung wäre, wenn Ihr diesen Raum befüllt (für beide Seiten).
Wir glauben an unsere Community, deswegen unser Jahresende-Appell an Euch: glaubt an uns und werdet Mitglied. Wir brauchen Menschen wie Dich.
Was gibt's Neues?
NdM Wrapped – Das war 2025 Dank unseres engagierten Teams und Projektpartner*innen konnten wir viel bewegen.
- Formate, Formate, Formate: Über 60 Workshops, Konferenzen und Webtalks: Unser Team hat Wissen geteilt, Diskussionen angestoßen und wichtige Themen auf die Agenda gesetzt.
- 500 Teilnehmende, die aktiv mitgemischt haben: In Workshops & Projekten wie Spotlight, Beyond the Frame oder unserem NRW-Mentoring.
- 20 Mentees & Fellows im Wachstum: So viele Journalist*innen haben wir auf ihrem Karriereweg begleitet – und wir könnten nicht stolzer sein.
- 30 Redaktionen im Reality-Check: Beratung und Unterstützung zu Themen wie diskriminierungssensible Medienarbeit, diversity-gerechtes Recruiting und inklusiver Redaktionskultur.
- 150 Interventionen im Diskurs: 20 Newsletter, mehrere Stellungnahmen und 130 Posts für einen gerechteren Mediendiskurs. 56.000+ Menschen auf unserer Timeline: Und jeden Tag ein bisschen weniger Alleingelassen-Sein im Journalismus.
Kritisch zu KI Das Projekt “Demokratische KI”, an dem wir mitgewirkt und das wir mitunterzeichnet haben, hat diese Woche das White Paper “KI & Solidarität“ veröffentlicht. Im Fokus steht die Frage, wie sich ein solidarischer Umgang mit KI konkret in der Praxis verankern lässt. Ethik-Leitlinien allein reichen nicht und es braucht verbindliche Regeln, Transparenz und Haftung. Das White Paper versteht sich als Gegenentwurf zu rein marktorientierten KI-Narrativen und richtet sich explizit an Politik, Verwaltung, Medien und NGOs – und an Dich. Mehr dazu
2026 sagen wir: “Macht. Platz!” Unsere Geschäftsführerin Elena Kountidou hat im neuen Power / Shift-Magazin von Better Leaders Lab nochmal einen Appell an die deutsche Medienlandschaft geschrieben. Auf LinkedIn schreibt sie: “Mein Plädoyer ist radikal simpel: Macht. Platz! Es reicht nicht mehr, marginalisierten Stimmen nur ein Mikrofon hinzuhalten. Chefredakteur*innen müssen ihnen den Platz am Konferenztisch geben. Dort, wo die echten Entscheidungen fallen. … Wir leben in einer Gesellschaft, in der fast 40 % der jungen Generation eine Einwanderungsgeschichte haben. Vielfalt ist kein „Nice-to-have“ oder nette Dekoration. Sie ist die Voraussetzung für Relevanz.” Mehr dazu (ihr könnt dort auch ein kostenfreies Exemplar bestellen)
Unsere nächsten Veranstaltungen
Keine. Leider wissen wir aktuell noch nicht, mit welchen Projekten und Kolleg*innen wir ins neue Jahr starten.
Auf dem Radar
Ist Vielfalt schon out? Das fragt dieser Text von Sonja Peteranderl. Viel sichtbare Symbolik, wenig Machtverschiebung nach oben, während Zahlen wie „rund 40 Prozent junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte“ den Gap brutal klar machen. Mehr dazu
NGOs unter Dauerverdacht Der neue Podcast „Die NGO-Debatte“ liefert nüchternes Grundlagenwissen in einer aufgeheizten Debatte. Was ist eigentlich “die Zivilgesellschaft”? Wie arbeiten NGOs? Und wer finanziert sie? Jetzt hören
Buch-Tipp: Mehr als divers Iva Krtalić und Erik Simon schreiben in ihrem neuen Buch “Medien für die superdiverse Gesellschaft”: Zielgruppen sind nicht immer über die Herkunft “erklärbar”. Sie plädieren für User Needs, Lebenswelten und “Superdiversität” als Grundlage zeitgemäßer Medienpraxis. Mehr dazu
Kampagne gegen ARD-Korrespondentin Ein Kommentar bei Übermedien nimmt die Vorwürfe gegen Sophie von der Tann auseinander und kommt zum Befund: viel Empörung, wenig belastbare Belege. Mehr dazu
“tagesschau” hat eine neue App Seit dem 1. Dezember hat die tagesschau-App eine neue Optik, mehr Personalisierung (ohne persönliche Datenspeicherung) und Videos, sowie Inhalte in Gebärdensprache und in Einfacher Sprache. Mehr dazu
Medienvertrauen Beim CIVIS Mediendialog diskutierten Oliver Köhr, Meron Mendel, Carsten Reinemann und Nadia Zaboura über sinkendes Vertrauen in Medien und die Konsequenzen für die Berichterstattung zu Israel und Palästina. Mehr dazu
Mehr davon, danke
Das Thema: Herkunftsangaben und mediale Verzerrung
Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum zeigt, warum Medien die Herkunft von Minderheiten so oft nennen. Laut der Psychologin Anna Schulte steckt dahinter weniger bewusste Voreingenommenheit als ein psychologischer Automatismus: Menschen markieren das, was sie als Abweichung von der Mehrheit wahrnehmen, weil es ihnen informativer erscheint. In Experimenten zeigte sich dieser Effekt selbst bei fiktiven Außerirdischen und auch bei positiven Nachrichten.
Warum das wichtig ist?
Weil hier sichtbar wird, wie scheinbar neutrale Routinen unsere Wahrnehmung systematisch verzerren. Auch ohne offene Vorurteile entsteht so ein Zerrbild, das gesellschaftliche Stereotype festigt. Für Journalismus und den Einsatz von KI heißt das: Wer Herkunft nennt, muss sich fragen, ob sie wirklich relevant ist oder nur „anders“ wirkt.
Veranstaltungs-Tipps
(Normalerweise) Exklusiv nur für Mitglieder kuratiert
Filmabend: Berlinale Spotlight – Generation: „Autokar & Los Lobos“
18. Dezember 2025, 18:30 Uhr, Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Berlin
Zwei Filme über Kindheit, Migration und Fantasie als Überlebensstrategie. “Autokar” und “Los Lobos” erzählen Flucht- und Ankommensgeschichten konsequent aus der Perspektive von Kindern und zeigen, wie sich Angst, Enge und Hoffnung in innere Welten übersetzen. Im Anschluss sprechen die Regisseur*innen mit der Berlinale-Generation-Leitung über Erzählen jenseits von Opferbildern. Mehr dazu
Workshop: Klassismus. Klassengesellschaft und ihre Ideologie
16.–18. Januar 2026, Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Ein vertiefendes Wochenendseminar zum Klassismus-Begriff aus intersektionaler Perspektive. Im Mittelpunkt stehen alltägliche klassistische Praktiken, ihre ideologischen Funktionen und die Frage, wie Klasse sich jenseits ökonomischer Verhältnisse reproduziert, etwa über Bildung, Arbeitsmarkt oder Sozialpolitik. Kostenfrei, aktuell ausgebucht, jedoch Warteliste möglich. Mehr dazu
Gespräch: “Sind wir noch zu retten, Nadia Zaboura? Ein Gespräch über 2026 – das Schicksalsjahr des Journalismus”
22. Januar 2026, 18:00 – 20:30 Uhr, PUBLIX, Berlin
Was steht für den Journalismus 2026 wirklich auf dem Spiel und was hilft jetzt, jenseits von Buzzwords und Panik? Nadia Zaboura spricht mit Maria Exner über Vertrauensverlust, KI-Druck und die blinden Flecken der Branche. Mehr dazu
Workshop: Haltung zeigen! Argumentieren gegen antifeministische Äußerungen
20.–21. Februar 2026, Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Antifeministische Narrative sind längst Teil des politischen Mainstreams. Dieser Workshop setzt genau dort an und vermittelt konkrete Strategien für den Umgang mit entsprechenden Aussagen, im beruflichen Alltag, in Redaktionen oder im privaten Umfeld. Mehr dazu
Ausschreibungen
(Normalerweise) Exklusiv nur für Mitglieder kuratiert
Berlin | Job: Projektleitung
Wir suchen ab 1.3.2026 eine Projektleitung für unser Projekt “BetterPost”. Befristet bis 31.12.2026, Verlängerung angestrebt. Bewerbung bis 16.1.2026 (anonymisiert). Mehr dazu
Berlin | Job: Research Specialist – Data-Driven Anti-Corruption Research
Transparency International sucht eine*n Research Specialist für datenbasierte Antikorruptionsforschung. Vollzeit, hybrid,. Bewerbung bis 19.12.2025. Mehr dazu
Berlin | Job: Programmreferent*in „Vielfalt im Dienst“
jobs4refugees sucht Unterstützung für ein Programm, das Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung beim Einstieg in den öffentlichen Dienst in Berlin (v. a. Neukölln) begleitet. Bewerbung bis 20.12.2025. Mehr dazu
Berlin | Job: Pressereferent*in
Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten sucht einen Pressereferentin für Pressearbeit, Medienanfragen und Öffentlichkeitsarbeit rund um Flucht und Unterbringung. Vollzeit, unbefristet. Bewerbung bis 22.12.2025. Mehr dazu
Düsseldorf | Traineeship: NRW Media Trainee
Landesanstalt für Medien NRW bietet ein 18-monatiges Traineeship mit Stationen in drei Medien- und Telekommunikationsunternehmen in NRW. Vollzeit, hybrid Bewerbung bis 31.12.2025. Mehr dazu
Berlin oder remote | Job: Berater*in für Betroffene digitaler Gewalt
HateAid sucht einen Beraterin für psychosoziale, Sicherheits- und Kommunikationsberatung bei digitaler Gewalt. Vollzeit, befristet auf 1 Jahr, remote möglich oder mit Büro in Berlin. Bewerbung bis 31.12.2025. Mehr dazu
Berlin | Job: Co-Geschäftsführung
Publix sucht ab sofort eine Co-Geschäftsführung in Doppelspitze mit Fokus Umsatz, Auslastung und Wachstum. Vollzeit, unbefristet. Bewerbung laufend über das Bewerbungsformular. Mehr dazu
Berlin | Job: Kurator*in Stadtökologie oder Kurator*in Stadtentwicklung
Stiftung Stadtmuseum Berlin sucht Kurator*innen für den Bereich Stadtökologie und zusätzlich für den Bereich Stadtentwicklung im Rahmen der Neukonzeption des Märkischen Museums. Vollzeit oder Teilzeit. Bewerbung bis 31.12.2025. Mehr zu Stadtökologie und zu Stadtentwicklung
Berlin | Job: Online-Redakteur*in
Deutsches Institut für Menschenrechte sucht eine Online-Redaktion für die Abteilung Kommunikation. Vollzeit. Bewerbung bis 04.01.2026. Mehr dazu
Berlin | Job: Leitung Presse & Kommunikation
Haus der Kulturen der Welt sucht eine Leitung für Presse, PR, digitale Kommunikation und Marketing. Vollzeit, hybrid. Bewerbung bis 04.01.2026. Bewerbung ausschließlich online. Mehr dazu
Bonn | Job: Lead Journalistische Trainings
Das Bonn Institute sucht eine Leitung für journalistische Trainings im Bereich Innovation & Dialog. Unbefristet, Start zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Bewerbung bis 11.01.2026. Mehr dazu
Berlin | Job: Pressesprecher*in
WWF Deutschland sucht eine*n Pressesprecher*in für Kommunikation & Medien. Vollzeit. Bewerbung bis 15.01.2026. Mehr dazu
Berlin oder Köln | Job: Crossmedialer Redakteur*in
Deutschlandfunk Nova sucht ab 16.1.2026 (oder früher) eine crossmediale Redaktion. Vollzeit, hybrid. Bewerbung bis 16.01.2025. Mehr dazu
Remote / München | Förderung: Media Startup Fellowship
Media Lab Bayern fördert digitale Medien-Startups mit 40.000 €, 9 Monate Fellowship, ohne Equity-Abgabe. Offen für Teams in Ideen- oder Early-Stage mit Prototyp/MVP. Remote/hybrid, einzelne Präsenztermine in München. Bewerbung bis 27.01.2026. Mehr dazu
Deutschlandweit | Mentoringprogramm für freie Journalist*innen
Freischreiber startet wieder sein Mentoring-Tandem für freie Journalist*innen. Laufzeit: 1 Jahr, Matching mit erfahrenen Kolleg*innen. Bewerbung für Mitglieder: bis 31.01.2026. Mehr dazu
Berlin | Job: Redakteur*in Digitalisierung & KI
Der Tagesspiegel sucht ab sofort Verstärkung für die Background-Redaktion Digitalisierung & KI. Vollzeit, hybrid, Bewerbung laufend über das Bewerbungsportal. Mehr dazu
Ach ja: Falls Ihr Jobs oder Ausschreibungen zu vergeben habt, könnt Ihr uns gerne Bescheid geben. Wir sammeln fleißig.