Desinformation spricht viele Sprachen

Desinformation verbreitet sich längst nicht mehr nur auf Deutsch. In einer neuen Stellungnahme haben wir deshalb sieben konkrete Forderungen vorgelegt, um mehrsprachige Desinformation wirksamer zu bekämpfen, angefangen bei mehrsprachigen öffentlich-rechtlichen Angeboten über diversere Redaktionen bis hin zu einer nationalen Koordinierungsstelle.

Hallo,

Desinformation verbreitet sich längst nicht mehr nur auf Deutsch. Während viele Medienangebote einsprachig bleiben, zirkulieren Falschinformationen gezielt in mehreren Sprachen und erreichen Menschen, die kaum Zugang zu verlässlichen Nachrichten haben. In einer neuen Stellungnahme haben wir deshalb sieben konkrete Forderungen vorgelegt, um mehrsprachige Desinformation wirksamer zu bekämpfen, angefangen bei mehrsprachigen öffentlich-rechtlichen Angeboten über diversere Redaktionen bis hin zu einer nationalen Koordinierungsstelle.

Denn demokratische Öffentlichkeit funktioniert nur, wenn alle Zugang zu verlässlichen Informationen haben.

Darüber hinaus gibt es in diesem Newsletter:

  • Neue NdM-Termine 2026 sind wir bundesweit mit Veranstaltungen, Workshops und neuen Projekten für unsere Community unterwegs
  • Nur für Mitglieder: Viele Veranstaltungstipps sowie handkuratierte Ausschreibungen für Jobs und Fellowships in ganz Deutschland (Bist du eigentlich schon Mitglied?)
  • Black History Month: Wir teilen unsere Empfehlungen an journalistischen Beiträgen, Instagram-Formaten und Buchtipps, die Schwarze Geschichte und Perspektiven sichtbar machen Auf ins neue (Mond-) Jahr, Eure Neuen deutschen Medienmacher*innen

Auf ins neue (Mond-) Jahr,

Eure Neuen deutschen Medienmacher*innen 

Was gibt's Neues?

Was machen wir mit mehrsprachiger Desinformation? Zum Jahresauftakt haben wir sieben konkrete Forderungen veröffentlicht, wie mehrsprachige Desinformation wirksamer bekämpft werden kann. Mehr dazu

Trefft uns vor Ort Auch dieses Jahr sind wir bundesweit unterwegs. Ihr findet uns mit eigenen Ständen auf der re:publica (18.-20. Mai 2026) in Berlin und der Netzwerk Recherche-Konferenz (12.-13. Juni 2026) in Hamburg. Kommt vorbei, lernt unsere Arbeit kennen und kommt mit uns ins Gespräch.

Förderung für Nachwuchsjournalist*innen Die Unterstützung neuer Stimmen bleibt ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Geplant sind unser erstes Mentoring-Camp in Bonn, eine neue Runde des Investigativ-Fellowships sowie eine Kooperation mit ALEX Berlin mit praxisnahen Workshops.

Große Veranstaltungen geplant! Als Teil von toneshift setzen wir unsere Arbeit gegen Hass im Netz und Desinformation fort. Höhepunkt wird eine Fachkonferenz im Herbst sein. Wir halten Euch auf dem Laufenden! Des Weiteren bereiten wir gemeinsam mit dem Media Lab Bayern eine Konferenz in München vor, mit dem Ziel, Medienschaffende auch im Freistaat zu vernetzen.

Neue Wissensplattform im Aufbau Unsere Website wird zu einer zentralen Wissensplattform ausgebaut. Dort bündeln wir künftig unser gesamtes Know-how, Materialien und Ressourcen für Medienschaffende.

Unsere nächsten Veranstaltungen

Mentoring-Camp NRW – Einstieg in den Journalismus
5.–7. Juni 2026, Bonn
Drei Tage Workshops, Gespräche und persönliche Beratung für angehende Journalist*innen mit Migrationsgeschichte in NRW. Das Camp vermittelt praktische Einblicke und schafft Verbindungen zu erfahrenen Medienschaffenden. Bewerbung bis 17. März 2026. Zur Anmeldung

Seid Ihr schon Mitglied? Unsere nächsten Stammtische in Hamburg, Berlin und Köln stehen an. Sie sind die beste Gelegenheit, andere NdM-Mitglieder persönlich kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und Teil unseres Netzwerks zu sein. Wenn Ihr dabei sein wollt, jetzt Mitglied werden und nichts verpassen.

Auf dem Radar

Medien auf X im Dauer-Shitstorm Öffentlich-rechtliche und große Redaktionen bleiben auf X aktiv, obwohl sie dort kaum Reichweite und viel Hass bekommen. Warum sie trotzdem bleiben, zeigt eine Analyse von netzpolitik.org. Mehr dazu

Pressefreiheit unter Druck Der neue RSF-Report zeigt: Immer mehr Journalist*innen erleben Delegitimierung, Hetze und politische Angriffe. Desinformation und neue publizistische Milieus verschärfen die Lage zusätzlich. Mehr dazu

Was Trends früh verraten Der ARD Trendradar beobachtet Veränderungen in Gesellschaft, Technologie und Medien, um ihre Folgen für Journalismus und Öffentlichkeit zu verstehen. Mehr dazu

Schwarze muslimische Räume sichtbar machen Dr. Sally Mary Riedel zeigt in einer Langzeitstudie, wie Schwarze Muslim*innen in Hamburg Ausgrenzung erleben und eigene Räume der Selbstbestimmung schaffen. Mehr dazu (Weitere Empfehlungen zum Black History Month findet Ihr auf unserem Instagram-Kanal)

Neue Plattform für globale Perspektiven Die Journalistin Sham Jaff hat mit Gishty eine neue Multi-Newsletter-Plattform gegründet, die sich auf den sogenannten Globalen Süden konzentriert. Dort erscheint auch ihr Newsletter What Happened Last Week, der seit 2014 über 38.000 Leser*innen erreicht. Mehr dazu

Honorare im freien Journalismus Freischreiber sammelt anonym Daten zur Bezahlung freier Journalist*innen, um faire Honorare sichtbar zu machen. Jetzt teilnehmen

Mehr davon, danke

Das Thema: Schwarze Geschichte in Deutschland

Der Februar ist Black History Month. Ein Monat, der Schwarze Geschichte sichtbar macht, und das auch in Deutschland. Diese Geschichte bleibt in Schulbüchern, Museen, Medien und im öffentlichen Bewusstsein oft unsichtbar. Dabei leben Schwarze Menschen seit Jahrhunderten in Deutschland, wie ZEIT-Redakteurin Celia Parbey erklärt. Für sie ist der der Black History Month nicht nur ein Moment des Erinnerns, sondern auch eine Frage an die Mehrheitsgesellschaft: Welche Geschichten gelten hier als »deutsch« und welche nicht?

Warum das wichtig ist?
Schwarze Geschichte in Deutschland reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, wird aber oft erst ab den Vertragsarbeiter*innen erzählt. Sichtbarkeit heißt deshalb auch, koloniale Kontinuitäten und Leerstellen in Bildung und Medien zu hinterfragen sowie anzuerkennen, dass sie Teil deutscher Geschichte ist.

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